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perkuweb1Sea Shepherd wird zum zweiten Mal das Patrouillenschiff EMANUEL BRONNER in die Ostsee schicken, um den Kampf für die vom Aussterben bedrohten Gewöhnlichen Schweinswale weiterzuführen.
Unsere zweite Kampagne trägt den Namen PERKUNAS und ist nach einer berühmten Legende im Ostseeraum benannt: Jurata, der Göttin des Meeres, einem Fischer und dem Donnergott Perkunas. Als Jurata sich in einen Fischer verliebte, der die Ostsee ausbeutete, bestrafte Perkunas sie, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Der Mensch soll die Reichtümer des Meeres nicht überbeanspruchen, um das Meer unsterblich zu halten. Sea Shepherd kämpft dafür, den Lebensraum der Schweinswale wiederherzustellen, um ihr Aussterben zu verhindern.

Die grösste Bedrohung für die Schweinswale ist die Gefahr, in Grundstellnetzen als Beifang zu verenden. Seit über zehn Jahren verlangen Wissenschaftler, den Beifang auf null zu reduzieren, damit sich die sinkenden Populationen erholen können. Mit nur noch rund 500 verbleibenden Tieren kann sich der Bestand der nordöstlichen Gewöhnlichen Schweinswale nur erholen, wenn jährlich maximal zwei Tiere in den tödlichen Netzen ertrinken. Trotzdem ist die Stellnetzfischerei in der Ostsee noch immer erlaubt.

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Die gefährdeten Schweinswale sind unter EU-Recht geschützt. Nach der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) sind die Mitgliedsstaaten verpflichtet, Massnahmen in sogenannten besonderen Erhaltungsgebieten (SAC) zum Schutz der Tiere vorzunehmen, welche nach Wichtigkeit als Lebensraum für die jeweilige Art ausgewählt werden. Trotz alledem existieren diese Erhaltungsgebiete nur auf dem Papier, die meisten von ihnen unterliegen nicht mal einem Bewirtschaftungsplan.

Zusätzlich können Schutzgesetze nur durchgesetzt werden, wenn aus den SACs wirkliche Meeresschutzgebiete (MPAs) werden. Im September letzten Jahres hat Deutschland drei SACs in MPAs umgewandelt, diese unterliegen nun dem nationalen Gesetz. Leider ist der kommerzielle Fischfang in all diesen Gebieten ausdrücklich erlaubt. Da Stellnetze die grösste Gefahr für die Schweinswale darstellen, kann es nicht sein, dass diese sogar in den geschützten Bereichen erlaubt sind. Deutschland und andere Länder an der Ostsee verstossen gegen Richtlinie 92/43EWG, indem sie nicht die nötigen Schutzmassnahmen vornehmen.

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„Wir verlangen ein Verbot von Stellnetzen in SACs und MPAs. Diese in Schutzgebieten zu erlauben, ist eine Verhöhnung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie“, so Reinhard Grabler, Leiter der PERKUNAS-Kampagne.

Für die Schweinswale rennt die Zeit davon. Wenn die Population in dieser Form weiterhin sinkt, wird ihr in naher Zukunft die Ausrottung drohen. Die sechs baltischen Staaten Deutschland, Polen, Dänemark, Finnland, Litauen und Schweden haben alle eine Einverständniserklärung zum Schutze kleiner Walarten in der Ostsee unterschrieben. Es liegt in ihren Händen Schutzrichtlinien aufzustellen. Wir fordern daher die betroffenen Regierungen dazu auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen.

Die EMANUEL BRONNER wird die Ostsee unter der Leitung von Sea Shepherd Deutschland patrouillieren und dabei die zahlreichen Netze in Schutzgebieten dokumentieren und illegale Netze den lokalen Behörden melden.

Bitte beachtet auch unsere Wishlist, wenn Ihr die Crew und das Schiff bei der Kampagne unterstützen wollt. Deine Spende ist ein direkter Beitrag zum Erhalt des marinen Ökosystems.

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