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28. Februar 2019: Während einer Patrouille im französischen Golf von Biskaya am Dienstagabend filmte Sea Shepherd einen Delfin, der im Netz eines französischen Schleppnetzschiffes als Beifang zu Tode kam.

Im Rahmen von OPERATION DOLPHIN BYCATCH patrouilliert die SAM SIMON seit dem 11. Februar an der französischen Atlantikküste, um Fischereischiffe zu überwachen, die für den Fang von Delfinen verantwortlich sind. Am späten Dienstagabend konnten sie Aufnahmen von einem Delfin machen, der von zwei französischen Schleppnetzschiffen vor der Küste von Lacanau gefangen wurde. Die beiden Schiffe LE NATIF 2 und LA ROUMASSE benutzten eine Fischereimethode, bei der ein riesiges trichterförmiges Schleppnetz im Wasser zwischen zwei Schiffen eingesetzt wird, das bekanntermassen nicht selektiv fängt und sich besonders zerstörerisch auf die Laichplätze des Zackenbarschs auswirkt, wo sich auch Delfine aufhalten.

Dronenfoto eines toten Delfins, der auf dem Deck der LE NATIF am nächsten Morgen versteckt wurde. Foto: Thomas Le Coz/Sea Shepherd
Nachdem die SAM SIMON der LE NATIF 2 und der LA ROUMASSE einige Stunden lang gefolgt war, ohne dass die Schleppnetzschiffe den Delfin ins Wasser entlassen hatten, entdeckte das Sea-Shepherd-Schiff einen im Meer treibenden toten Delfin, der Spuren von Netzen und Haken zeigte. „Wir entschieden uns, diesen Delfin an Land zu bringen und ihn den Passanten zu zeigen, um sie über das Beifangproblem zu informieren“, sagt Lamya Essemlali, Vorsitzende von Sea Shepherd Frankreich. Der Delfin wurde vom Pelagis Scientific Observatory geborgen, um heute autopsiert zu werden.

Ein toter Delfin wird an Bord der SAM SIMON gebracht. Foto: Tara Lambourne/Sea Shepherd
Neben Schleppnetzschiffen, die viele Todesfälle bei Delfinen verursachen, sind auch Langleinen und Kiemennetze, die jeweils bis zu 100 Kilometer Netze pro Tag ausbringen können, sowie Industrieschiffe, die weiterhin vor den Küsten nach Fischen für Fischmehl und Surimi fischen, für den Fang von Delfinen verantwortlich. „Viel zu wenige Menschen stellen einen Zusammenhang zwischen ihrem Fischkonsum und der Tatsache her, dass wir das Meer zerstören, ohne Rücksicht auf die Meeresfauna als Ganzes und ohne Rücksicht auf zukünftige Generationen“, fügte Essemlali hinzu.

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Sea Shepherds OPERATION DOLPHIN BYCATCH zielt darauf ab, Todesfälle von Delfinen vor der Atlantikküste aufzudecken, um Druck auf die französische Regierung auszuüben, damit Fischereibeobachter auf allen kommerziellen Fischereifahrzeugen verpflichtend eingesetzt werden, die Höhe des Beifangs genau zu dokumentieren und Fangmethoden zu verbieten, die dazu führen, dass jedes Jahr Tausende von Delfinen als Beifang getötet werden.

Das französische Schleppnetzschiff LE NATIF zieht ihr Netz mit einem toten Delfin an Bord. Foto: Tara Lambourne/Sea Shepherd.




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