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Das primäre Mandat der Sea Shepherd Conservation Society ist das Durchsetzen von Gesetzen,
die in der Weltcharta für die Natur der Vereinten Nationen beschrieben sind.

Diese Charta wurde am 9. November 1982 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet.

Die Sea Shepherd Conservation Society beruft sich bei ihren Aktionen auf die UN Weltcharta für die Natur und zitiert Abschnitt 21 als Handlungsrichtlinie, der sich die Umweltorganisation im Sinne internationaler Umweltschutzgesetze verpflichtet.

World Charter for Nature: Ausführungen


21. Staaten und, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, andere Behörden, internationale Organisationen,
Individuen, Gruppen und Konzerne verpflichten sich dazu

(a) im Sinne der Bewahrung der Natur kooperativ durch gemeinsame Aktivitäten und andere relevante Aktionen, einschliesslich des regelmässigen Informationsaustauschs und des Erfahrungsaustauschs auf Konferenzen zu handeln

(b) Normen für Produktherstellungsverfahren und andere Herstellungsprozesse aufzusetzen, die sich nachteilig auf die Umwelt auswirken könnten, sowie einheitliche Methoden zur Evaluierung dieser Auswirkungen zu entwickeln

(c) die geltenden internationalen gesetzlichen Bestimmungen zur Bewahrung der Natur und zum Schutze der Umwelt anzuwenden

(d) Sicherzustellen, dass innerhalb ihrer Jurisdiktion oder Kontrolle keine Schäden an den natürlichen Systemen innerhalb ihrer Staaten oder in Gebieten jenseits der Grenzen nationaler Jurisdiktion verübt werden

(e) für den Schutz und die Bewahrung der Natur auch in Gebieten jenseits der eigenen nationalen Zuständigkeit zu sorgen

22. Unter Berücksichtigung der Souveränität der Staaten über ihre eigenen nationalen Ressourcen ist jeder Staat dazu verpflichtet, den gesetzlichen Bestimmungen der vorliegenden Charta durch die jeweils zuständigen Organe und in Zusammenarbeit mit anderen Staaten Rechtsgültigkeit zu verleihen.

23. Jeder Einzelne hat, im Einklang mit der nationalen Gesetzgebung, die Möglichkeit, bei Entscheidungen, die seine Umwelt direkt betreffen, individuell oder gemeinsam mit anderen, mitzubestimmen. Es besteht darüber hinaus ein Anspruch auf Schadenswiedergutmachung, sollte der Umwelt erheblicher Schaden oder anderweitige Beeinträchtigung widerfahren sein.

24. Jedem Einzelnen obliegt die Pflicht, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen der Charta zu agieren - individuell, im Zusammenschluss mit anderen oder durch Teilnahme an politischen Aktivitäten ist jedermann dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass die Ziele und Anforderungen der Charta umgesetzt werden.

1995 stützte sich Kapitän Paul Watson auf diese UN-Charta, als er sie als Rechtfertigungsgrund anführte, spanische und kubanische Schleppnetzdampfer von den Grand Banks vor Neufundland zu vertreiben. Kapitän Watson war daraufhin in diesem Gebiet, ausserhalb der kanadischen 200-Meilen-Grenze, festgenommen und wegen schwerer Sachbeschädigung angeklagt worden.

Während des Gerichtsprozesses wurden die Geschworenen vom Richter darauf hingewiesen, dass Kanada Unterzeichnerland der World Charter for Nature sei und somit diese Charta vollständige Berücksichtigung bei der Urteilsfällung finden müsse.

Kapitän Watson wurde aus Gründen des Rechtsbewusstseins ("Colour of Right") freigesprochen und schaffte damit einen kanadischen Präzedenzfall für die Berufung auf die Charta zur Rechtfertigung von Interventionen gegen illegale Fischerei.

Anmerkung: „Colour of Right“ ist ein juristisches Verteidigungskonzept vor Gericht. Es ist definiert als „ein ehrlich gemeinter Glaube an den eigenen Besitzanspruch“ (Quelle: Jurist Canada).

SSCS PW FB





Kommentare

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