DIE GESCHICHTE VON SEA SHEPHERDsscs logo whale outline

An der Frontlinie des Meeresschutzes durch direkte Aktionen
Eine kurze Übersicht

Die Sea Shepherd Conservation Society wurde offiziell im Jahre 1981 im US-amerikanischen Bundesstaat Oregon gegründet.
Zuvor wurde die Idee von Sea Shepherd jedoch schon 1977 geboren, als Kapitän Paul Watson die Earth Force Gesellschaft
im kanadischen Vancouver, BC gründete. Der ursprüngliche Auftrag beider Organisationen war der Schutz von Meeressäugern
mit dem unmittelbaren Ziel illegale Wal- und Robbenfangaktivitäten zu beenden. Später weitete Sea Shepherd seinen
Aufgabenbereich auf alle Meeresbewohner aus.

1978 kaufte Sea Shepherd mit der Hilfe von Cleveland Amory (Gründer und Präsident des Fund for Animals)
sein erstes Schiff (einen britischen Trawler namens Westella), welches dann in Sea Shepherd umbenannt wurde.
Seine erste Mission war eine Fahrt in die Eisschollen von Ostkanada, um das jährliche Abschlachten von jungen Sattelrobben zu stören.
Im gleichen Jahr rammte die Sea Shepherd den berüchtigten und erfolgreichen Piratenwalfänger Sierra und brachte ihn
in einem portugiesischen Hafen zur Strecke. Seine niederträchtige Karriere als Geissel der Meere war damit beendet.

Seit dieser Anfangszeit hat sich Sea Shepherd auf über 200 Reisen begeben
und hat dabei auf vielen Weltmeeren schutzlose Meeresbewohner verteidigt und gerettet.


Unsere Geschichte: 2011 bis heute



2011

Januar:
Das Angebot von Captain Watson, den in Gefangenschaft gehaltenen Delfin aus dem Delfinarium in Taiji zu kaufen, wird abgelehnt.

Januar: Ein von Wikileaks veröffentlichtes geheimes Dokument des U.S. Aussenministeriums, das die japanische Fischereibehörde zitiert, enthüllt, dass Sea Shepherd eine ernsthafte Bedrohung für die illegale japanische Walfangflotte darstellt.

Januar: Die Gojira benutzt Wetterballons, die mit Kameras und Radarerkennung ausgestattet sind, um die japanische Walfangflotte aufzuspüren.

Januar: Sea Shepherd-Schiffe fangen die Sun Laurel, das Tankschiff der japanischen Walfangflotte, ab.

Februar:
Die erste Sea Shepherd-Werbekampagne im Freien findet auf dem Times Square in New York statt. Ein grosses Bild, das einen aus dem Wasser springenden Wal und eine Harpune, die im Rücken des Wals explodiert, darstellt, wird auf dem eindrucksvollen CBS-Screen gezeigt.

Februar: Die holländische Postcode Lottery spendet eine Million Euro an Sea Shepherd. Die Spendenaktion wird seitdem fortgesetzt.

Februar: Nachdem die japanische Walfangflotte neun Tage von der Bob Barker verfolgt wurde, flüchtet sie aus dem Südpolarmeer. Operation No Compromise ist ein voller Erfolg.

Februar: Die Steve Irwin hilft, das vermisste norwegische Schiff Berserk zu suchen. Sea Shepherd findet das Rettungsboot des Schiffs, die Berserk selbst wird allerdings nie gefunden.

März:
Die Gojira und ihre Crew werden auf Tahiti vom Umweltminister willkommen geheissen.

März: Mitglieder von Sea Shepherds Cove Guardian-Kampagne werden Zeuge des Tsunamis in Japan. Kampagnenleiter Scott West bringt die Crew nach Otsuchi in Sicherheit.

April:
Sea Shepherd wird von Charity Navigator das dritte Jahr in Folge mit vier Sternen ausgezeichnet.

Mai:
Die Steve Irwin wird im Golf von Aden von somalischen Piraten beschattet.

Mai: Sea Shepherd Galapagos veröffentlicht einen Leitfaden zum Umweltrecht.

Mai: Das Sea Shepherd-Schiff Gojira wird nach der engagierten Tierrechtsaktivistin in Brigitte Bardot umbenannt.

Mai: Im Mittelmeer beginnt Operation Blue Rage 2011.

Juni:
Tunesische Fischerboote greifen Sea Shepherd an und werfen Steine sowie Stahlkettenteile auf die Crew an Deck. Ein französischer Marinejet, der mehrmals über die Schiffe fliegt, dokumentiert den Zwischenfall.

Juli:
Die Steve Irwin ist auf den Shetland Inseln festgesetzt, nachdem das maltesische Fischereiunternehmen Fish & Fish beim Zivilgericht Anklage gegen Sea Shepherd wegen Beschädigung von Fischereiequipment erhebt, die während Operation Blue Rage zustande gekommen sei.

Juli:
Das industrielle Fischereischiff Fer Mary wird beim Langleinenfischen im Galapagos Meeresreservat erwischt. An Bord werden über 300 tote Haie gefunden, was der bisher grösste Fall von Haiwilderei im GMR ist.

Juli:
Die Crew der Brigitte Bardot entdeckt einen riesigen Grindwal-Friedhof bei den Färöer-Inseln, wo die Wale nach den Massakern namens Grind entsorgt werden.

Juli:
Operation Desert Seal beginnt in Namibia. Crews versuchen, das weltweit grösste Abschlachten von Meerestieren, nämlich an Südafrikanischen Seebären, zu dokumentieren und aufzudecken. Crewmitglieder werden verfolgt, bedroht und ausgeraubt.

August:
Die Steve Irwin wird freigekauft, nachdem Unterstützer von Sea Shepherd 735.000 US-Dollar gesammelt haben.

August: Sea Shepherd feiert seine 25-jährige Verbannung von den Treffen der Internationalen Walfangkommission.

August: Operation Ferocious Isles, Sea Shepherds Verteidigungskampagne der Grindwale bei den Färöer-Inseln, wird beendet. Während Sea Shepherd vor Ort ist, wird kein Grindwal getötet.

September:
In Taiji beginnt die zweite Saison von Operation Infinite Patience.

September: Vertreter von Sea Shepherd treffen sich mit Namibias Bürgerbeauftragten, um das jährliche Abschlachten von Seebären im Cape Cross Reservat zu diskutieren.

September: Sea Shepherd Galapagos ist an der Festnahme des Langleinenbootes Reina del Cisne im Galapagos Meeresreservat beteiligt.

Oktober:
Sea Shepherd setzt eine Belohnung von 11.000 US-Dollar für Informationen aus, die zur Überführung des Grindwalmörders in New Jersey führen.

Oktober: Sea Shepherd Galapagos stellt die Installation von AIS fertig, um dabei zu helfen, Fischerboote im Marinereservat ausfindig zu machen.

November:
In Taiji wird Cove Guardian Rosie Kunneke belästigt. Die Polizei geht von einem Entführungsversuch aus.

November: Sea Shepherd Australien ist entscheidend daran beteiligt, Aufmerksamkeit dafür zu schaffen, das Töten von Haien in Westaustralien zu verhindern.

November: Sea Shepherd startet eine Skateboard-Kollektion mit Sector 9.

Dezember:
Sea Shepherd heisst Sean Connery, die professionelle Surferin Stephanie Gilmore und den Mitgestalter der Simpsons, Sam Simon, im Vorstand willkommen.

Dezember: Mit 30 Millionen Dollar aus dem Tsunami-Hilfsfond erhebt die ICR vor einem US-Gericht Anklage gegen Sea Shepherd. Das Ziel ist es, die Schiffe von Sea Shepherd davon abzuhalten, die illegale Walfangflotte im Südpolarmeer zu bedrängen.

Dezember: Der Cellist Michael Goldschlager tritt dem Beirat von Sea Shepherd bei.

Dezember: Cove Guardian Erwin Vermeulen wird in Taiji verhaftet, weil er angeblich einen Delfintrainer geschubst haben soll. Erwin wird später freigelassen.

Dezember: Die achte Kampagne von Sea Shepherd zur Verteidigung der Wale, Operation Divine Wind, beginnt. Crewmitglieder benutzen dabei Drohnen, um die illegale japanische Walfangflotte abzufangen.

Dezember: Die Brigitte Bardot wird von einer gefährlichen Welle im Südpolarmeer beschädigt und muss zur Reparatur zurück nach Australien begleitet werden.

Dezember: Ein Richter von Galapagos annulliert den Fall der Fer Mary. Das Schiff wird freigegeben und die Angeklagten freigelassen.

2012

Januar:
Australien erlaubt Sea Shepherd den Einsatz von Drohnen bei der Suche nach der Walfangflotte im Südpolarmeer.

Januar: Sea Shepherd unterstützt "Forest Rescue Australien" beim komplizierten und wagemutigen Enterversuch der Shonan Maru #2 in den Gewässern vor Bunbury in Westaustralien. Die australische Regierung reagiert langsam und zwingt die Aktivisten dadurch, beinahe eine Woche an Bord des japanischen Wachschiffs zu bleiben.

Januar: Drei Crewmitglieder werden bei einer Auseinandersetzung mit der japanischen Walfangflotte verletzt, als die illegalen Walfänger einen Enterhaken auf eines der kleinen Sea Shepherd-Boote schleudern.

Januar: Der Richter, der das Fer Mary Urteil auf Galapagos aufgehoben hat, wird suspendiert.

Januar: Nach 40 Tagen im Gefängnis beginnt das Verfahren gegen den Cove Guardian Erwin Vermeulen in Wakayama, Japan.

Januar: Sea Shepherd setzt 10.000 Dollar Belohnung für Informationen aus, die zur Verurteilung der Seelöwenkiller im Puget Sound führen.

Januar: Die Funkgeräte der Cove Guardians in Taiji werden von der japanischen Polizei beschlagnahmt und verboten. Die Cove Guardians dürfen nur noch Geräte aus japanischer Herstellung benutzen, die den Behörden das Anzapfen aller Übertragungen erlauben würde.

Februar:
Das Crewmitglied Beck Straussner wird durch eine japanische Wasserkanone von seinem Jet Ski in das eiskalte antarktische Wasser geschossen.

Februar: Ein Richter des US-Bezirksgerichts weist den Antrag des ICR auf eine einstweilige Verfügung gegen die Aktivitäten von Sea Shepherd im Südpolarmeer ab.

Februar: Nach 60 Tagen in Gewahrsam und einem Verfahren auf Grund falscher Anschuldigungen wegen Tätlichkeiten, wird Cove Guardian Erwin Vermeulen für nicht schuldig befunden. Der Freispruch ist so noch nie dagewesen.

Februar: Sea Shepherd bekommt 900.000 Euro von der holländischen Postcode Lottery.

Februar: Angeführt von Gary Stokes besucht Sea Shepherd die Konzernzentrale der Hong Kong Airlines, um die Flugline mit ihrem Transport von lebenden Delfinen in die Gefangenschaft zu konfrontieren. Kurz danach stoppt der Vorstand der Airline den Transport von lebenden Wildtieren.

Februar: Die Bob Barker findet die Nisshin Maru nachdem sie die Walfangflotte zwei Monate lang auf Trab hielt.

März:
Im Schutz der Dunkelheit attackieren die japanischen Walfangschiffe Yushin Maru 2 und 3 die Bob Barker. Glücklicherweise wird niemand bei dieser Konfrontation verletzt.

März: Die illegalen Walfänger fahren nach Hause. Operation Divine Wind ist ein Erfolg, bei dem Sea Shepherd 768 Wale im Walschutzgebiet des Südpolarmeers rettet.

März: Eine Gruppe japanischer Nationalisten belästigt die Cove Guardians und jagt sie mit Autos.

März: Ein Urteil eines US-Bezirksgerichts erlaubt Umweltbehörden in den Bundesstaaten Oregon und Washington das Töten von 460 staatlich geschützten Kalifornischen Seelöwen.

März: Sea Shepherd Schweiz trägt massgeblich dazu bei, dass der Delfinimport in das Land verboten wird.

April:
Sea Shepherd Frankreich stellt sich zusammen mit französischen Bürgern gegen Ölbohrungen im Süden des Landes.

April: Sea Shepherd startet die erste Dam Guardian Kampagne, um die Kalifornischen Seelöwen am Columbia River zu verteidigen. Die Kampagne ist die Antwort auf den Gerichtsbeschluss, der staatlichen Umweltbehörden in Oregon und Washington das Töten von 460 staatlich geschützten Kalifornischen Seelöwen erlaubt.

Mai:
Captain Watson wird in Frankfurt wegen eines Haftbefehlt aus Costa Rica festgenommen.

Mai: In Frankfurt beginnt das Auslieferungsverfahren gegen Captain Watson.

Juni: Sea Shepherd übergibt das fertig gestellte AIS-System offiziell an den Galapagos Nationalpark.

Juni:
Sea Shepherd UK gewinnt einen Gerichtsprozess, der von "Fish and Fish" angestossen wurde. Es ging um das Freilassen von 800 illegal gefangenen Blauflossenthunfischen im Mittelmeer.

Juli:
Sea Shepherds Kampagne zur Verteidigung von Haien im Südpazifik, Operation Requiem, beginnt. Bei der Kampagne geht es hauptsächlich darum, in den Gewässern Patrouille zu fahren, illegale Aktivitäten aufzuspüren und die Gemeinden vor Ort über die Wichtigkeit des Haischutzes zu informieren.

Juli: Bob Brown und Sea Shepherd Australien starten Operation Kimberley Miinimbi, die sich gegen den Bau einer Gasförderanlage mitten im weltweit grössten Aufzuchtsgebiet der Buckelwale richtet.

Juli: Captain Watson verlässt Deutschland entgegen der Kautionsauflagen, nachdem bekannt wird, dass Japan seine Auslieferung will.

Juli: Aerosmith lädt Sea Shepherd ein, bei der "Global Warming Tour" an der US-Westküste dabei zu sein.

August:
Als Antwort auf Costa Ricas politisch motivierten Haftbefehl erlässt Interpol eine Red Notice für Captain Watson.

August: Operation Desert Seal II, eine Geheimoperation von Sea Shepherd gegen das Abschlachten von Südafrikanischen Seebären im Robbenreservat Cape Cross in Namibia, beginnt.

September:
In Zusammenarbeit mit der Nation Kiribati patrouilliert Sea Shepherd bei den Phoenixinseln, um den Haibestand im Südpazifik zu schützen.

September: Die ersten Cove Guardians kommen in Taiji (Japan) an und Operation Infinite Patience 2012/2013 beginnt.

Oktober:
In einem Artikel in der New York Times bestätigt das ICR, dass Sea Shepherd die illegalen japanischen Walfänger in der Saison 2010/2011 im Walschutzgebiet im Südpolarmeer 20,5 Millionen US-Dollar gekostet hat.

Oktober: Das neunte Bezirksgericht in Seattle im Bundesstaat Washington erkennt den Berufungsantrag des ICR an. Die japanischen Walfänger wollen die Sea Shepherd-Schiffe aus dem Walschutzgebiet im Südpolarmeer heraushalten. Die Berufung ist das Resultat aus der vorher verlorenen gerichtlichen Verfügung gegen Sea Shepherd im Februar dieses Jahres. Damals ging es auch um den Versuch, die Walschutzflotte der Organisation daran zu hindern, die Wale in der Antarktis zu schützen.

Oktober: Sechs grosse Tümmler werden aus den Gewässern von Taiji gefangen und in Luftfrachtcontainer gesteckt. Es besteht der Verdacht, dass diese Delfine am Flughafen Heathrow in London gelandet oder umgeladen wurden. Das ist eine deutliche Erinnerung daran, dass es zwischen dem Handel mit gefangenen Delfinen und dem Abschlachten eine direkte Verbindung gibt.

Oktober: Captain Paul Watson ist nach Captain Jaques Cousteau der zweite Mensch überhaupt, der mit dem Jules Verne Award ausgezeichnet wird. Dieser Preis ist Abenteurern und Umweltschützern gewidmet.

Oktober: Sea Shepherd verkündet die Eröffnung der Southern Operations Base bei Seaworks in Williamstown, Australien. Die Basis wird dazu dienen, unsere Schiffe und Crews für ihre lebenswichtige Meeresschutzarbeit vorzubereiten.

Oktober: Die holländische Postcode Lottery beschliesst ihre jährliche Spende an Sea Shepherd um weitere fünf Jahre zu verlängern.

Wird fortgesetzt....



Weitere Beiträge:


Unsere Geschichte

Die 80er Jahre

Die 90er Jahre

2000 bis 2010




Kommentare

  • Wo sind die Delfine hin?
  • Sea Shepherd deckt auf: Haiflossenverbot wird umgangen
  • Der Kampf ist noch lange nicht zu Ende - von Captain Wyanda Lublink